Um zu prüfen, ob eine Seite auf noindex steht, schauen Sie an zwei Stellen nach: im <head> des HTML nach einem Tag wie <meta name="robots" content="noindex"> und in den HTTP-Antwort-Headern nach X-Robots-Tag: noindex. Eines von beiden reicht, damit die Seite nicht bei Google erscheint, und die Header-Variante taucht nie im Quelltext auf. So prüfen Sie beides am schnellsten: Fügen Sie die URL in unseren kostenlosen Meta-Tags-Checker ein (für das Meta-Tag) und danach in den HTTP-Header-Check (für den Header). Beide Tools sind kostenlos, brauchen kein Konto und laufen über Ihren Browser (sie rufen die URL von unserem Server ab und funktionieren deshalb mit jeder öffentlichen Seite).
Alle Ergebnisse in diesem Artikel stammen aus echten Durchläufen dieser beiden Tools am 2. November 2026, gegengeprüft mit curl. Die Regeln, wie Google noindex auswertet, stammen aus der Dokumentation von Google Search Central, die wir am selben Tag nachgelesen haben.
Die zwei Stellen, an denen sich ein noindex versteckt
Google behandelt beide Varianten gleich. Laut Dokumentation haben das Meta-Tag und der HTTP-Header „die gleiche Wirkung“.
- Robots-Meta-Tag im HTML:
<meta name="robots" content="noindex">. Stattrobotskann dort auchgooglebot(nur Google) odergooglebot-newsstehen. Andere Crawler-Namen ignoriert Google in diesem Tag nach eigener Aussage. - X-Robots-Tag-Header, den der Server vor dem HTML sendet:
X-Robots-Tag: noindex. Für PDFs, Bilder, XML und JSON ist er die einzige Möglichkeit, weil diese Dateien keinen<head>haben. Auch er kann einen Crawler nennen:X-Robots-Tag: googlebot: noindex.
Achten Sie auf zwei Werte: noindex und none, das Google als noindex, nofollow definiert. Eine Seite mit none ist deindexiert, auch wenn das Wort „noindex“ nirgends vorkommt.
Noindex prüfen: Schritt für Schritt
- Meta-Tags prüfen. Öffnen Sie den Meta-Tags-Checker, fügen Sie die vollständige URL (mit
https://) ein und senden Sie ab. Suchen Sie eine Zeilerobotsodergooglebot. Enthält der Wertnoindexodernone, haben Sie Ihre Antwort. - Header prüfen. Geben Sie dieselbe URL in den HTTP-Header-Check ein und suchen Sie eine Zeile
x-robots-tag. Sehen Sie sich auch die erste Zeile an, die HTTP-Statuszeile: Alles außer 200 ändert, wie Sie Schritt 1 lesen müssen (dazu unten mehr). - robots.txt prüfen. Öffnen Sie
https://die-website.de/robots.txtund prüfen Sie, ob eineDisallow-Zeile auf den Pfad passt. Wenn ja, ruft Google die Seite nie ab und sieht das noindex nie. Daran scheitern viele. - Bei Google gegenprüfen, wenn es Ihre Website ist. In der Search Console zeigt das URL-Prüftool, ob die Indexierung für die zuletzt gecrawlte Version zulässig ist; der Live-Test prüft die aktuelle Version.
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Echte Beispiele
Beispiel 1: eine Login-Seite mit Meta-noindex
Wir haben unsere eigene Anmeldeseite, https://mybotsy.com/login, durch den Meta-Tags-Checker geschickt. Er lieferte vier Zeilen, darunter:
robots noindex, follow, noarchive
Die Seite ist absichtlich deindexiert: Ein Login-Formular bringt in den Suchergebnissen niemandem etwas. follow erlaubt, ihren Links zu folgen, und noarchive bewirkt bei Google heute nichts mehr: Google führt die Regel unter den nicht mehr verwendeten, weil es den Link zur Cache-Version, den sie steuerte, nicht mehr gibt.
Beispiel 2: eine XML-Sitemap mit noindex im Header
Als Nächstes haben wir https://yoast.com/sitemap_index.xml mit dem HTTP-Header-Check geprüft. Die Statuszeile lautete HTTP/2 200, weiter unten stand:
content-type text/xml; charset=UTF-8
x-robots-tag noindex, follow
Ein Meta-Tag-Checker fände hier nichts, denn XML hat kein Robots-Meta-Tag: Der Header ist das einzige Signal. Das ist auch so gewollt, denn Sitemaps sind für Crawler gedacht, nicht für die Suchergebnisse. Mit curl -I fanden wir denselben Header bei den Adressen der WordPress-REST-API (/wp-json/) von yoast.com und developer.wordpress.org, und auch unser eigener RSS-Feed, https://mybotsy.com/blog/feed, sendet x-robots-tag: noindex.
Beispiel 3: ein noindex, das Google nicht sehen kann
Die robots.txt von yoast.com enthält Disallow: /wp-json/, und https://yoast.com/wp-json/ liefert zusätzlich x-robots-tag: noindex. Diese beiden Regeln stehen sich im Weg. Laut Google-Dokumentation werden die Indexierungsregeln einer per robots.txt gesperrten URL „nicht gefunden und daher ignoriert“. Google weist außerdem darauf hin, dass eine gesperrte URL trotzdem in den Suchergebnissen auftauchen kann, etwa wenn andere Seiten auf sie verlinken. Bei einem API-Endpunkt spielt das kaum eine Rolle. Wenn Sie eine Seite aber wirklich aus Google entfernen wollen, sperren Sie sie nicht in der robots.txt: Lassen Sie Google sie crawlen, damit es das noindex sieht.
Beispiel 4: eine Seite mit zwei Robots-Tags
Um ein typisches CMS-Problem nachzustellen (Theme und SEO-Plugin geben jeweils ein eigenes Robots-Tag aus), haben wir über httpbin.org eine kleine Testseite ausgeliefert, deren head <meta name="robots" content="noindex"> und danach <meta name="robots" content="index, follow"> enthielt. Unser Checker zeigte nur eine Zeile: robots index, follow.
Das führt in die Irre. Wiederholt sich ein Tag-Name, behält unser Checker nur den letzten Wert. Google wendet bei widersprüchlichen Regeln dagegen die strengere an, für Google ist diese Seite also noindex. Wirkt eine Seite indexierbar und wird trotzdem nicht indexiert, öffnen Sie den Quelltext (Strg+U, am Mac Cmd+Option+U), drücken Strg+F und suchen nach robots. Vielleicht finden Sie ein zweites Tag.
Beispiel 5: eine getarnte Fehlerseite
Wir haben auch die Versionsgeschichte einer Wikipedia-Seite geprüft. Im Browser enthält sie <meta name="robots" content="noindex,nofollow,max-image-preview:standard">, unser Checker zeigte aber nur color-scheme light dark und keine Robots-Zeile. Der Grund: Unser Server sendet keinen Browser-User-Agent, und Wikipedia antwortete ihm mit einer 403-Fehlerseite („Wikimedia Error“). Der Checker liest die Seite, die er bekommt, egal welche, und zeigt den HTTP-Status nicht an.
Die Lehre gilt für jedes Tool: Eine fehlende Robots-Zeile zählt nur, wenn die Seite normal geladen wurde. Prüfen Sie zuerst die Statuszeile im HTTP-Header-Check. Steht dort nicht 200 oder wirkt die Liste der Meta-Tags für diese Website zu kurz, trauen Sie dem Ergebnis nicht und prüfen Sie stattdessen den Quelltext im Browser.
Fallstricke, die zu falschen Antworten führen
- Weiterleitungen. Beide Tools folgen Weiterleitungen, ohne es anzuzeigen. Bei einer URL, die per 301 auf eine Seite mit
X-Robots-Tag: noindexweiterleitet, zeigte der HTTP-Header-Check den StatusHTTP/2 301, vermischte die Header beider Antworten (zweicontent-type-Werte) und zeigtex-robots-tag noindex, ohne zu sagen, welche Antwort ihn gesendet hatte. Sehen Sie einelocation-Zeile, prüfen Sie die Ziel-URL direkt oder verfolgen Sie die Kette mit dem Weiterleitungs-Checker. Unser Ratgeber zum Prüfen von 301- und 302-Weiterleitungen erklärt, wie Sie die Kette lesen. - Noindex per JavaScript gesetzt oder entfernt. Unsere Checker lesen das HTML, das der Server sendet, und führen keine Skripte aus. Googles Leitfaden zu JavaScript-SEO warnt, dass Google das Rendering überspringen kann, sobald es ein noindex findet. Ein noindex per JavaScript zu entfernen, funktioniert also unter Umständen nicht. Soll die Seite indexiert werden, darf das ursprüngliche HTML kein noindex enthalten.
- Regeln für einzelne Crawler.
<meta name="googlebot" content="noindex">sperrt Google, aber nicht Bing. Google addiert die einschränkenden Regeln aller Tags, die es beachtet: Eine Seite mitrobots: nofollowundgooglebot: noindexgilt für den Googlebot alsnoindex, nofollow. - Staging-Einstellungen, die live gegangen sind. Die WordPress-Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ setzt
noindex, nofollowauf jede öffentliche Seite. Nach einem Launch oder Umzug ist das das Erste, was Sie prüfen sollten. Unser Ratgeber zum Prüfen von Meta-Tags behandelt weitere Tags, die oft vom Staging übrig bleiben. - Der Glaube, robots.txt könne deindexieren. Laut Google wird
noindexin der robots.txt „nicht unterstützt“. Die robots.txt steuert das Crawling; die Indexierung steuern nur das Meta-Tag oder der Header.
Viele URLs auf einmal prüfen
Für ein Audit der ganzen Website starten Sie bei der Sitemap: Ziehen Sie alle Adressen mit dem URL-Extraktor heraus (unser Ratgeber zum Extrahieren von URLs aus einer Sitemap zeigt, wie) und prüfen Sie dann Ihre wichtigsten Vorlagen: Startseite, eine Kategorie, einen Artikel, ein Produkt. Ein noindex stammt fast immer aus einer Vorlage oder einer globalen Einstellung, deshalb verrät Ihnen eine Seite pro Typ schon das meiste. Jede URL in Ihrer Sitemap sollte indexierbar sein: Eine Sitemap mit noindex-Seiten sendet Google widersprüchliche Signale.
Wenn Sie eine Seite korrigiert haben, beantragen Sie die Indexierung in der Search Console. Laut Google kann es je nach Bedeutung der Seite Monate dauern, bis sie von selbst erneut gecrawlt wird.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich ohne Search Console, ob eine Seite noindex ist?
Suchen Sie im HTML nach einem Robots- oder Googlebot-Meta-Tag mit noindex oder none und in den HTTP-Headern nach X-Robots-Tag. Unser Meta-Tags-Checker und der HTTP-Header-Check erledigen das in Sekunden, kostenlos und ohne Konto. Prüfen Sie auch die robots.txt, denn eine gesperrte Seite versteckt ihr noindex vor Google.
Ist X-Robots-Tag: noindex dasselbe wie das Robots-Meta-Tag?
Ja. Laut Google haben beide die gleiche Wirkung. Der Header funktioniert zusätzlich bei PDFs, Bildern, XML und JSON, die kein Meta-Tag enthalten können, und er erscheint nie im Quelltext.
Was bedeutet none in einem Robots-Tag?
Google definiert none als noindex, nofollow. Eine Seite mit content="none" wird nicht indexiert, und ihren Links wird nicht gefolgt.
Kann eine per robots.txt gesperrte Seite trotzdem bei Google erscheinen?
Ja. Sperrt die robots.txt eine URL, kann Google sie nicht crawlen und sieht das noindex nie. Laut Google kann die URL trotzdem in den Ergebnissen auftauchen, etwa wenn andere Seiten auf sie verlinken. Um sie zu entfernen, erlauben Sie das Crawling und liefern Sie das noindex aus.
Warum ist meine Seite nach dem noindex immer noch bei Google?
Meist hat Google die Seite noch nicht erneut gecrawlt. Beantragen Sie mit dem URL-Prüftool der Search Console ein neues Crawling. Prüfen Sie außerdem, dass die robots.txt die Seite nicht sperrt, dass sie mit 200 antwortet und dass das Tag im ursprünglichen HTML steht und nicht per JavaScript eingefügt wird.
Was passiert, wenn eine Seite zwei verschiedene Robots-Tags hat?
Google wendet die strengere Regel an, noindex schlägt also index. Manche Checker, auch unserer, zeigen bei gleichem Namen nur das letzte Tag. Suchen Sie deshalb im Quelltext nach robots, um alle Vorkommen zu sehen.
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